Wir sind eine behördlich genehmigte Hundepension und haben daher einige Auflagen zu erfüllen, die letztlich auch dem Schutz Ihres Hundes zugute kommen.

Sollten Sie  Impfgegner sein, so haben Sie sicherlich gute Gründe, allerdings ist eine Unterbringung bei uns dann ausgeschlossen, bitte haben Sie Verständnis, dass dies eine nicht diskutable Aufnahmebedingung ist. Ebenso verhält es sich mit dem Thema Kastration erwachsener Rüden, auch hier  respektieren wir andere Auffassungen, nur hilft das nun einmal nicht im Zusammenleben einer täglich anders zusammengesetzten Hundegruppe. In solchen Fällen sind Sie einfach bei anderen Betreuungsformen besser aufgehoben.

Hier die kompletten Aufnahmebedingungen zu Ihrer Vorab-Information, wir gehen dies beim Kennenlerntermin aber auch noch persönlich durch: 

Der Hundehalter ist verpflichtet, auf Verhaltensauffälligkeiten seines Hundes hinzuweisen, insbesondere, wenn er schnappt, beißt, nachhaltig Menschen anknurrt oder der so genannnten Kampfhundeverordnung unterliegt. Auch im Interesse der anderen Gäste werden nur geimpfte und entwurmte Tiere aufgenommen, des Weiteren müssen die Tiere frei von ansteckenden Krankheiten wie von Milben, Flöhen, Läusen o. ä.

Da auch Magen-Darm-Erkrankungen durch eine Infektion verursacht sein können, müssen diese durch einen Tierarzt auf eine mögliche Ansteckungsgefahr für die anderen Pensionshunde hin abgeklärt werden, wenn der Hund vor einem Pensionsaufenthalt daran erkrankt.

Der Hund muss eine gültige Impfung gegen die folgenden Impfungen haben: S H L T P (Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Tollwut, Parvovirose). In den Wintermonaten muss der Hund zusätzlich eine Impfung gegen “Zwingerhusten” (Parainfluenza) vorweisen können. Vor der Abgabe des Tieres ist der Impfausweis vorzulegen. Wir respektieren, dass manche Hundebesitzer Impfungen ablehnen, bitten gleichzeitig aber auch um Verständnis, dass aufgrund der uns behördlich auferlegten Vorgaben nicht geimpfte Hunde weder in die Hundepension noch in die Hundeschule aufgenommen werden dürfen! Wir stehen Ihnen bei Fragen hierzu zur Verfügung, gleichwohl: Es gibt keinen Gestaltungsspielraum.

“Mein Hundehotel” praktiziert Gruppenhaltung. Läufige Hündinnen können wir mit Rücksicht auf die anderen Hunde keinesfalls aufnehmen, da dies selbst für kastrierte Rüden zu einer unerträglichen Situation führt. Bitte stellen Sie daher unbedingt sicher, dass Ihre Hündin während des geplanten Aufenthaltes nicht läufig werden kann. Sollte dies dennoch passieren, muss sie – auch im Interesse des Hundes – unverzüglich abgeholt werden, gegebenenfalls durch eine zuvor von Ihnen bestimmte Person. Sollte dies nicht geschehen, erheben wir wegen des Mehraufwands einen zusätzlichen Betrag von 50,-€ pro Aufenthaltstag.

Wir nehmen keine geschlechtsreifen, unkastrierte Rüden in unsere Gruppe auf. Wir kennen unsere Stammgäste und können daher pauschal und ohne ihren Hund kennengelernt zu haben im Voraus sagen, dass wir einen unkastrierten Rüden nicht in die bestehende Gruppe integrieren können. Auch wenn es bei Ihnen auf den Spaziergängen klappt und Ihr Hund wirklich sozialverträglich ist: Das Zusammenleben mit Rüden, die nicht zur eigenen Familie gehören, unterliegt eigenen Gesetzen – und Testosteron ist da ein Faktor, der für einige Unruhe sorgt. Im 24-Stunden-Zusammenleben mit unbekannten Artgenossen könnte das nur mit viel Reglementierung funktionieren, und wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir das mit Rücksicht auf die Ruhe in unserer Gruppe nicht machen möchten.

Darüber hinaus können Hunde, die mit anderen Artgenossen eher unverträglich sind, im Sinne der anderen Gasthunde nur nach Absprache aufgenommen werden.

Alte, schwache, kranke Hunde

Noch ein offenes Wort: Zum Wohle Ihres Hunde können wir in unserer lebhaften Hundegruppe keine Vierbeiner betreuen, die körperlich eingeschränkt sind. Und bevor jemand “Diskrimierung!” schreit: Stellen Sie sich vor, Sie sind schon richtig betagt, können kaum noch etwas sehen, und Ihr Rücken tut Ihnen so weh, dass Sie ständig in Angst leben, jemand könne Sie berühren und Ihnen dadurch unerwartet Schmerzen bereiten. Stellen Sie sich vor, in einem solchen gesundheitlich eingeschränktem Zustand sollen Sie Ihr Enkelkind auf ein Punkrock-Konzert begleiten. Stehplatz, erste Reihe. Um sie herum wird Pogo getanzt. Würden Sie sich in dieser Situation wohl fühlen? Müsste der Veranstalter des Konzerts befürchten, dass Sie verletzt werden?

 

Alter Retriever

Nun, diese Schilderung mag etwas übertrieben klingen, gar den Hund vermenschlichend, aber wir machen das jetzt schon ein paar Jahre und haben etliche Stammgäste im Laufe der Jahre beobachten können. Irgendwann passt es einfach nicht mehr, der ältere (oder geschwächte) Hund braucht mehr Ruhe, und ist in der Regel körperlichen Herumbalgereien nicht mehr gewachsen.

Erst recht gilt dies für Hunde, die noch nie von Zuhause fort waren. Sie nun im Alter von elf, zwölf Jahren zum ersten Mal überhaupt in eine Pension zu geben, wird in der Regel den Hund überfordern. Wie heißt es doch: “Einen alten Baum verpflanzt man nicht.” 

“Da muss der Hund durch!”, mag manch einer sagen – dieser Meinung sind wir nicht. Wir verstehen uns nicht als eine Art “Gepäckaufbewahrung”, sondern wir haben die Verantwortung für uns anvertraute Lebewesen und diese nehmen wir ernst. “Sie sind aber wählerisch!”, habe ich auch schon vorgeworfen bekommen. Ja, das sind wir wohl – aber ganz nüchtern betrachtet dient das ja dem Wohl der Hunde, und wer seinen Hund liebt, wird genau das wohl auch von seinem Hundebetreuer erwarten: Nicht die Betreuungsgebühr im Blick zu haben, sondern, dass es dem jeweiligen Hund möglichst gut geht, wenn er einmal nicht bei seinen gewohnten Menschen sein kann.

Es ist gut, dass es unterschiedliche Betreuungsformen gibt: Dogwalker, Hundetagesstätten mit Gruppenhaltung, Einzelbetreuung von anderen Hundehaltern oder manchmal sogar die Hundepension mit Einzelunterbringung – je nach Bedürfnissen des Hundes.

In diesem Sinne hoffen wir auf Ihr Verständnis, wenn wir Ihnen irgendwann einmal sagen müssen, dass wir nicht die richtige Betreuung für Ihren Hund sind. Manchmal haben wir einen anderen Blickwinkel, und letztlich müssen wir uns ja auch der Situation gewachsen sehen.