Rezept für Leberwurst-Biscotti für Hunde

Rezept: Leberwurst-Biscotti für Hunde

Matschwetter

Gewohnheiten

Mein Hund liebt es, mit mir Körperkontakt zu haben und mit mir zu kuscheln!

Abends beim Tagesausklang auf dem Sofa genießen wir Beide die Nähe und Körperwärme des Anderen. Das tut mir gut und ist offensichtlich auch unserem Hund wichtig.

Verrate mir doch mal, welche Gewohnheit Dein Hund hat!

 

Tipp für den Herbst-Spaziergang

Kennt Ihr schon das Leckerchen-Baum-Spiel?

Haltet auf dem Spaziergang einfach Ausschau nach einem Baum mit einer groben Rinde. Hier steckst du dann ein oder mehrere weiche Leckerchen in die Rinde. Dein Hund darf dann den Baum danach absuchen, dabei darf er sich ruhig ein wenig recken, um an seine Beute zu kommen.

Für Anfänger und Fortgeschrittene

Anfangs ist es sicher hilfreich, wenn Euer Hund Euch dabei beobachtet, wie Ihr den Baum präpariert. Für Fortgeschrittene empfiehlt sich die Variante, auf dem Hinweg etwas zu verstecken, und zwar so, dass der Hund es nicht mitbekommt. Auf dem Rückweg bleibt Ihr dann ganz interessiert an dem Leckerchen-Baum stehen und fordert Euren Vierbeiner zum Suchen auf.

Zum Verstecken eignen sich auch aufgestapelten Holzhaufen oder ein dichteres Gebüsch. Achtet bitte hier darauf, dass sich Euer Hund nicht an Dornen oder kleinen Ästen verletzen kann.

Wenn man ganz sicher gehen will

Wenn der Hund grundsätzlich bei Spaziergängen nichts aufnehmen soll, weil Ihr beispielsweise ein Anti-Giftköder-Training mit ihm gemacht habt, kann man die Futterbeute natürlich auch in einem kleinen Futterbeutel oder in Plastikdosen auslegen.

Noch eine Anmerkung: Bitte nehmt Rücksicht auf den Wald und seine Bewohner, und sorgt dafür, dass bei diesen Spielchen weder die Bäume noch das Wild zu Schaden kommen, die Natur und der Jäger danken es Euch!

Wir wünschen Euch einen wunderschönen Sonntag, genießt das herrliche Wetter und macht doch einen besonders bunten Spaziergang mit Eurem Hund!

 

Herbstzeit

Es ist bunt draußen, die Blätter fallen und überall liegen lustige Dinge herum: Äpfel, Kastanien, 

Eicheln und viele andere Früchte. Pass gut auf, dass Dein Hund diese nicht in Mengen frisst. Die 

enthaltenen Gerbstoffe können zu Erbrechen und Durchfall führen. Außerdem ist es nicht ungefährlich, wenn 

ein Hund diese Dinge schluckt. Es zu gefährlichen Darmverschlüssen kommen, wenn die Früchte 

nicht problemlos durch den Magen-Darm-Trakt passen. 

Mit dem Hund auf Kuschelkurs

Interview in Blickpunkt Ingolstadt

Kürzlich besuchte Vanessa Rohner von der espresso Mediengruppe das Hundezentrum Reichertshofen und führte für Blickpunkt Ingolstadt ein Interview mit Manuela Klemz zum Thema Urlaub für den Hund. Sommerzeit ist Reisezeit, und auch die Redaktionen möchten ihren Lesern nützliche Tipps für die Unterbringung des Haustieres geben.

Das Gespräch fand in sehr entspannter Atmosphäre statt, mitten unter den Pensionshunden, und die Redakteurin erlebte die Hundebetreuung hautnah. Es auch um Vorteile sowie Nachteile einer professionellen Hundebetreuung, für wen welche Form geeignet ist und für welches Individuum eher nicht.

Das Interview und einige Impressionen des Tages sind im Online-Auftritt des Magazins nachzulesen:

Weitere redaktionelle Berichte finden Sie in der Rubrik Presseberichte.

Hundeliebe

Was zählt wirklich im Leben?

Manchmal könnten wir Menschen uns ein Beispiel an den Hunden nehmen: Sie streben nicht unentwegt nach Mehr oder nach Glück!

Ein Hund kennt keine Selbstkritik und steckt voller Liebe und Vertrauen.

Ein Hund erdet uns und das sollten wir immer wieder annehmen.

Hunde-Knigge: Begegnen sich zwei Hunde

Gerade an der Leine sind Begegnungen mit Hunden oft mit Stress verbunden. Manche Hunde haben auch überhaupt keine Lust, jeden Hund kennenzulernen.

Zwei wichtige Punkte im Verhaltenscodex unter Hundehaltern lauten:

Einen unangeleinten Hund lässt man nicht zu einem angeleinten Hund laufen und zwei kurz angeleinte Hunde lässt man möglichst nicht interagieren.

Die Gefahr, dass es zu aggressivem Verhalten kommt, steigt ansonsten extrem an.

Tanz an der Leine

 

Lasst Eure Hunde jetzt nicht allein im Auto!

Es sollte selbstverständlich sein und inzwischen auch hinreichend bekannt, dass es bei diesen Temperaturen ganz schnell in Autos zu Überhitzungen kommt – und doch sterben jedes Jahr wieder Hunde und Kleinkinder (!), die “nur mal ganz kurz” im Auto allein gelassen werden.

Wie schnell sich das Auto zum Backofen aufheizt, zeigt diese Tabelle:

Hitzeentwicklung im Auto

Wenn einer mit dem Hund auf Reisen ist, dann kann er was erleben!

Jetzt haben endlich auch in Bayern die Schulferien angefangen, und gerade für Familien mit schulpflichtigen Kindern steht nun die schönste Zeit im Jahr an: Der Urlaub!

Wer unter den Hundebesitzern eine Reise unternimmt, bei welcher der Vierbeiner mitkommen kann, macht im In- und Ausland oft ganz unterschiedliche Erfahrungen. Auch wir haben ganz unterschiedliche Eindrücke bekommen über die Einstellung zu Hunden, bzw. Hundehaltern in verschiedenen Ländern:

Die Schweiz, oft unser erster ausländischer Zwischenstopp, ist für mich das Schlaraffenland der „Kotbeutelentsorgung“: Mülleimer in ausreichender Anzahl, so dass der verantwortungsbewusste Hundehalter nicht über Kilometer hinweg sein „Säckli“ mit sich herumschleppen muss. Dazu noch Kotbeutel-Versorgungsstationen in echt beeindruckender Anzahl – herrlich (meine Freude über dieses Thema können wohl nur Hundebesitzer nachvollziehen…)!

 

Bella Italia auch für Bello?

Ein wenig anders sieht es in Italien aus. Die Hundebesitzer unter den Campern haben sicherlich wie wir schon die Erfahrung gemacht, dass viele Plätze Hunde gar nicht zulassen, erst recht nicht, wenn es sich um große Hunde handelt oder wie es früher in unserem Fall auch mal war, um gleich DREI Vierbeiner. Bei Ferienhäusern soll es ähnlich sein, und irgendwo habe ich mal gelesen, dass es besondere Bestimmungen zur Unterbringung von Hunden in der Nähe von Gewässern geben soll, vielleicht ist die vermeintliche „Hundeunfreundlichkeit“ ja in einer solchen Vorschrift begründet?

Mit Artus, Coco und Paule in Südfrankreich

Dann Frankreich, wo man uns mit unseren Hunden üblicherweise immer recht offen und freundlich begegnet. Die Hunde der Einheimischen trotten oftmals ohne Leine hinter ihren Besitzern her und wirken außerordentlich entspannt, als ob die südfranzösische Gelassenheit auch von den Tieren gelebt würde.

 

 

 

 

Was mag der Grund sein, dass Menschen in unterschiedlichen Regionen derart unterschiedlich mit dem Thema Hund umgehen? Ich schließe nicht aus, dass mein Urteilsvermögen von vornherein schon pro-französisch eingetrübt ist, da ich das Land, seine Menschen und das berühmte „savoir vivre“ einfach so sehr mag. Gleichwohl habe ich auch während der Spaziergänge bemerkt, dass nicht nur die Fußgängerwege äußerst dürftig befestigt sind, leider sind die Straßenränder oft zugemüllt und auch voll hundlicher Hinterlassenschaften. Kein schöner Anblick und ebenfalls kein Genuss für die Nase. Vielleicht ist das einfach die andere Seite der südfranzösischen Gelassenheit?

Mit Hund nicht gern gesehen?

Meinen Urlaub mit der hunde-unfreundlichsten Atmosphäre habe ich übrigens vor mehr als zehn Jahren in Deutschland verbracht, genauer gesagt, in Ostfriesland. Obwohl ich ein riesiger Fan der Nordseeküste bin, habe ich mich in dem Urlaub einfach nur wie ein „Aussätziger“ gefühlt, auf der Straße schienen die meisten Passanten meinen damaligen Hund Barry als potentiellen Kampfhund zu betrachten, obwohl er durch sein rot-braunes Fell eigentlich von vornherein sehr freundlich wirkte. Der mögliche Grund für diese Ablehnung? Wenige Wochen zuvor war in Hamburg der kleine Junge Volkan (6 Jahre) von zwei Hunden getötet worden, ein schreckliches Ereignis, das damals die ganze Nation erschütterte und sich in Norddeutschland, wie mir schien, in einer allgemeinen Panik gegenüber allen großen Hunden auswirkte. Da ich mich von negativen Erlebnissen nicht von vornherein abschrecken lasse, fuhr ich einige Jahre später wieder hin, da war dann alles wieder „normal“.

Artus macht Siesta.

Wie wohl man sich in einem Land oder in einer Region fühlt, ist wohl auch von aktuellen Ereignissen abhängig, daher können meine Erfahrungen durchaus nur Momentaufnahmen und keineswegs repräsentativ sein. Als überzeugte Campingfans bekommen wir manche Ereignisse aus typischen Touristen-Gegenden erst gar nicht mit, und wenn ich dem glauben soll, was mir eine Kundin einmal nach ihrer Rückkehr aus dem Spanienurlaub berichtete, bin ich darüber auch ganz froh: Abgesehen von dem in Mittelmeerländern fast alltäglichen Streuner-Elend hatten sogenannte „Tierschützer“ Hunden deutschsprachige Zettel umgehängt, man möge sie doch bitte im Flugzeug mit nach Deutschland nehmen, die Formalitäten würden von der örtlichen Organisation übernommen. Ich war fassungslos, als ich das hörte! Grundsätzlich stehe ich dem Import von ehemaligen Straßenhunden in eine andere Klimazone und oft auch andere Kultur recht skeptisch gegenüber: Anstatt im Ursprungsland selbst mit allen Mitteln an einer Verbesserung der Situation zu arbeiten, scheinen manche „Tierschützer“ darauf zu bauen, dass tierliebe Deutsche das Problem zumindest zum großen Teil schon richten werden. Was mich aber aufregt, ist diese Schildergeschichte, die offensichtlich auf das Mitleid und eine spontane Entscheidung der tierlieben Urlauber abzielt – wenn das Tier die Botschaft in meiner Muttersprache um den Hals trägt, geht sie halt noch schneller ins Gehirn…

 

Nun, das ist meine persönliche Interpretation, und auch meine Einstellung gegenüber Auslandsimporten ist auch meine persönliche Meinung, wenngleich meine Erfahrungen insbesondere mit südländischen Hunden mich manchmal daran zweifeln lässt, ob sich der Straßenhund von Kreta, der sich im ersten Lebensjahr allein auf der Straße durchgeschlagen hat, in der Ingolstädter Fußgängerzone, an kurzer Leine und inmitten des Getümmels, tatsächlich so wohl fühlt, dass er seine neue Lebenssituation schöner findet als die Kinderstube. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel, und es gibt glücklicherweise viele Hundebesitzer, die einen Hund aus dem Ausland übernommen haben, der sich hier gut eingelebt hat.

Aber zurück zum eigentlichen Thema:

Wohin auch immer es mit Ihrer Familie und tierischem Anhang in den Urlaub geht, wir wünschen Ihnen eine schöne und erholsame Zeit!

Liege erhältlich bei www.mein-hundehotel-shop.de

Probe- und Eingewöhnungstage in der Hundepension

Wir möchten sicherstellen, dass sich Ihr Hund bei uns wohl fühlt, denn nur dann können auch Sie beruhigt die Zeit ohne Ihr vierbeiniges Familienmitglied genießen. Wir führen unser Hundehotel nun schon etliche Jahre und haben im Laufe der Zeit einige Erfahrungen gesammelt. Während unseres Kennenlerntermins mit Hundehalter und möglichem Pensionsgast können wir oft schon an der Reaktion des Hundes auf die anderen Gäste einschätzen, ob er sich bei uns wohl fühlen könnte. Dennoch machen wir vor einer Betreuung noch einen Probetag, an dem der Hund einmal ohne seinen Besitzer einen Tag bei uns durchläuft, und wenngleich klar ist, dass jedes Lebewesen sich erst einmal etwas eingewöhnen muss und etwas Aufregung einfach dazugehört, wenn man etwas Neues kennenlernt, soll keine Betreuung zu einem schlechten Erlebnis beim Hund führen. Wenn wir feststellen, dass es dem Hund nicht gut geht und er über das zu erwartende Maß hinaus aufgeregt ist, nehmen wir Kontakt mit dem Hundebesitzer auf und der Probegast wird kurzfristig abgeholt. Mit diesem Test im Vorfeld gehen wir auf Nummer Sicher, ersparen dem Hund im Ernstfall eine schlechte Erfahrung und Ihnen eine vorzeitige Rückkehr aus dem Urlaub. 

Doch auch für Hunde, die schon einmal bei uns waren, halten wir dieses Vorgehen für sinnvoll:

Wenn Pensionsgäste nach einer längeren Pause wieder zu uns kommen, möchten wir uns davon zu überzeigen, dass wir immer noch die richtige Betreuungsform für sie sind, denn je nach Alter, körperlicher Fitness oder auch kürzlich durchlebten Veränderungen in der eigenen Familie können sich auch bei unseren Hunden die Bedürfnisse ändern. Eine Hundepension mit Gruppenhaltung ist durch die vielen Sozialkontakte mit Artgenossen für viele Hunde wie eine Art Spieleparadies, und sie freuen sich sehr, hier einen Urlaub verbringen zu können. Wenn Hunde aber – aus welchen Gründen auch immer – ein größeres Ruhebedürfnis haben, mag in dieser Situation eine andere Form der Unterbringung für sie besser geeignet sein.

Der Alltag in unserem Hundehotel ist inzwischen durch die vielen Hundetagesstätten-Gäste geprägt: Wir haben durch sie eine sehr stabile, gut einschätzbare Gruppe, was viel Ruhe für die Hunde bedeutet. Andererseits  kommen und gehen im Tagesverlauf recht viele Hunde – und das ist nicht Jederhunds Sache.

Wir erbitten daher im Sinne der zu betreuenden Hunde einen Eingewöhnungs-Aufenthalt, wenn der Hund nicht regelmäßig bei uns zu Gast ist. Dies gilt insbesondere für Silvester-Aufenthalte, die ja allein durch die schon an den Vortagen abgeschossenen Böller in der Regel eine recht stressige Situation darstellen. Kennt der Hund uns nur von einem länger zurückliegenden Aufenthalt, ist das insbesondere für Hunde ab etwa sechs, sieben Jahren schwieriger als in früheren Jahren.

Wir möchten, dass sich die uns anvertrauten Hunde wohl bei uns fühlen und geben uns dazu alle Mühe. Wir hoffen daher auf Ihr Verständnis für die Probe-, bzw. Eingewöhnungsaufenthalte. Diese werden mit den üblichen Betreuungskosten berechnet und sollten mindestens eine Tag-/Nachtbetreuung dauern. Ein erstmaliger Probe-Aufenthalt wird auf die eigentliche Betreuung zu 100% angerechnet, und im Falle eines durch uns vorgenommenen Abbruchs ist für Sie der Probe-/Eingewöhnungs-Tag übrigens kostenlos – auch daran sehen Sie, wie wichtig uns dieses Thema ist.

 

 

Es kann der friedlichste Hundebesitzer nicht in Frieden leben, wenn…

“Nie wieder Urlaub mit zwei Hunden an der deutschen Küste!”, stöhnte kürzlich meine Freundin. Was war passiert? Überall Verbotsschilder: Hunde nicht an diesem Strand, Hunde nicht auf diesem Deich, Hunde nur an der Leine…

Die zahlreichen Einschränkungen waren offenbar die Folge fehlender Umsicht einzelner Hundehalter, die beispielsweise ihre Hunde frei auf Kuh-und Schafweiden laufen ließen – was für die Weidetiere nicht immer gut ausging! An dem offiziellen Hundestrand-Abschnitt tummelten sich dann umso mehr auf engem Raum, und wenn dann gefühlte 40 Hunde frei herumlaufen, deren Zweibeiner nicht in Sicht sind, ist mit Hunden, die keinen Kontakt zu Artgenossen haben möchten, an einen gemütlichen Strandtag nicht zu denken. Wohlgemerkt: Es handelte sich nicht um eine Freilauffläche, sondern einfach um ein Stück Strand, das Erholungssuchende mit ihren Hunden gemeinsam betreten dürfen. Wie im gesamten Nationalpark Wattenmeer bestand auch an diesem Strandabschnitt Leinenpflicht für Hunde, doch die schien viele nicht zu interessieren und alle Versuche, diese Hundehalter zur Rücksichtnahme zu bewegen, blieben fruchtlos.

Die Reaktionen sind meist die gleichen:  Vom scheinbar ermutigenden „Lassen Sie Ihre Hunde doch einfach mal frei, die machen das schon unter sich aus!“ bis hin zu Anfeindungen à la „Dann halten Sie sich doch gefälligst von hier fern, wenn Sie Ihre Tölen nicht im Griff haben!“.

Oh ja, was meine Freundin erlebte, kenne ich nur zu gut. Erinnern Sie sich noch an mein „Sprachlos in Brandenburg“, wo ich von der Hundehalterin erzählte, die ihren Terrier direkt vor das Fenster unseres Wohnmobils hielt, damit er meine dahinter tobende Hündin besser  sehen konnte? Nun, kürzlich war ich anlässlich einer Hundesport-Meisterschaft mit einigen anderen Kolleginnen wieder auf diesem Campingplatz, und noch nie habe ich mich derart unwohl gefühlt wie bei dieses Mal.

Ich akzeptiere, dass es der beste Campingplatz nicht verhindern kann, wenn eine bekanntermaßen leicht verwirrte, ältere Dame aus dem Ort dort immer mal spazieren geht. Dieser Aufenthalt geriet nun aber zu einem regelrechten Spießrutenlauf, weil ein anderer Gast sowie der Platzwart ihre durchaus freundlichen Hunde frei herumlaufen ließen, aber meine eigenen Hunde mögen nun mal keinen Kontakt.

Trotz mehrfacher Bitte, den jeweiligen Hund nicht frei herumlaufen zu lassen, zeigten sich Beide uneinsichtig. Der Platzwart-Hund wollte sogar einmal in unser Wohnmobil hereinkommen, und hätte ich meine Gittertür nicht davor gehabt, wäre es zu einem üblen Zwischenfall gekommen.

Ein anderer Gast wurde von diesem Hund angesprungen. Mein Mann Jörg hatte den Platzwart schon im vergangenen Jahr darauf hingewiesen, dass sein Hund überall auf dem Platz mit Kot und Urin markiert – das sind alles Dinge, die ich als rücksichtslos empfinde und die wir in unserer Tätigkeit als Hundetrainer unseren Kunden einbläuen, so etwas zu unterlassen, weil Hundehalter damit in der Öffentlichkeit einfach immer mehr zum Feindbild werden.

Der Platzwart ist ansonsten wirklich sehr freundlich, und ich glaube auch, dass ihm sein Hund sehr, sehr viel bedeutet. Dem Hund die „Freiheit“ zu nehmen, schien eine geradezu unerträgliche Vorstellung zu sein. Aber Job ist Job, nicht wahr, und da sollte man doch auch auf die Wünsche der Kunden eingehen, oder?

Manch eine meiner Kolleginnen kündigte mir an, sich nächstes Jahr eine andere Unterkunft zu suchen. Abstimmung mit den Füßen, wie es dann so schön heißt. Aber mir ließ das Ganze keine Ruhe, ich hatte einfach schon viel zu oft sehr schöne Aufenthalte an diesem Ort verbracht und arbeite seit etlichen Jahren mit Kunden, Feedback ist – davon bin ich überzeugt – für einen guten Kundenservice unerlässlich.

Deshalb sendete ich dem Platzbesitzer nach unserem Aufenthalt eine Mail; zunächst hörte ich nichts von ihm, und ich bereitete mich innerlich schon darauf vor, hier künftig nicht mehr einen Platz zu bekommen – nicht jeder kann mit Feedback umgehen, das haben Sie sicher auch schon einmal erlebt.

Dann aber erhielt ich eine Antwort mit dem Dank für meine offenen Worte. Ihnen sei die Situation mit dem frei laufenden Hund des Platzwarts auch nicht ganz geheuer gewesen, doch da sich nie ein Gast dazu geäußert habe, gab es keine Veranlassung für ein Einschreiten. Man würde sich freuen, wenn ich wieder einmal bei ihnen zu Gast sein würde und in Zukunft werde es zu solchen Situationen nicht mehr kommen, die anwesenden Gäste sollen sich schließlich wohl fühlen.

Ich habe mich sehr über diese Reaktion gefreut, nicht nur, dass ich auch in Zukunft wieder meinen geschätzten Platz nutzen kann, sondern vor allem auch, endlich einmal auf Verständnis für die eigenen Bedürfnisse  getroffen zu sein. Offen gesagt: Ich bin oft ganz schön genervt vom rücksichtslosen Verhalten anderer Hundehalter: Liegengelassene Kothaufen, dauerkläffende Hunde in Vorgärten, überall markierende Hunde, die selbst den kleinen Absperrzaun direkt neben einem speisenden Paar in einem Restaurant anpinkeln dürfen. Hunde, die in Hotels mit ins Bett gelassen werden, dort in der Dusche abgebraust und zum Abtrocknen die Hotelhandtücher verwendet werden.

Der Hund kann nichts dafür, ich sehe die Verantwortung beim Zweibeiner. Ob fehlender Anstand, mangelnde Aufmerksamkeit oder bewusste Rücksichtslosigkeit – eigentlich ist es mir egal, ich kann nur immer besser nachvollziehen, wenn Hunde nicht überall gern gesehen werden. Unter den Einschränkungen haben dann aber alle Hundehalter zu leiden. Da fängt man dann auch langsam an, einen Groll auf diese negativ auffallenden Hundehalter zu hegen, wie mag es da erst den Nicht-Hundebesitzern gehen oder sogar denjenigen, die aus welchen Gründen auch immer Angst vor Hunden haben?

Die Rückmeldung des Campingplatzes hat mir wieder bestätigt: Miteinander zu reden kann etwas verändern! Sicher, Einige wird man nie erreichen können, doch wer es gar nicht versucht, hat doch von vornherein aufgegeben, oder? Das Leben mit Hund kann wunderschön sein, und ich würde mich freuen, wenn einfach jeder einen kleinen Beitrag dazu leistet – und wenn es nur die Rückmeldung ist, wenn etwas als unangenehm empfunden wird.

Manuela Klemz

Dieser Text ist in ähnlicher Form erschienen in meiner Citicon-Kolumne, Ausgabe Nr. 63. Auch online nachzulesen unter www.citicon-online.de.

Citicon Kolumne Rücksicht

Citicon Kolumne Rücksicht

 

Erinnerung an Paulchen

Vor zwei Jahren ist Paul in den Hundehimmel umgezogen… Was für ein wunderbarer Hund, und wir werden ihn wohl nie, nie vergessen. Wie wir alle unsere Hunde immer noch in unseren Herzen tragen und voller Liebe und Dankbarkeit an sie denken.

Wir denken sehr häufig an unseren Paul zurück, und inzwischen ist das auch ohne Tränen möglich. Wir haben ihm so viel zu verdanken, wir sind so froh, dass wir ein paar seiner Lebensjahre mit ihm verbringen durften! Wir sind glücklich, dass wir ihm nach drei Jahren im Tierheim und diversen missglückten Vermittlungsversuchen ein neues Zuhause geboten haben. Dass wir uns auch von acht (!) zerstörten Holztüren und anderen Zerstörungen, ruinierten Eckzähnen und seelischen Schmerzen nicht entmutigen ließen. Wir wissen seitdem, wie sehr trennungsängstliche Hunde und ihre Besitzer (!) leiden. Wir (meinen zu) wissen, was gut für einen Hund ist. Paul hat uns mehr gelehrt als viele gute und sicherlich auch fundierte Fachbücher.

Alles hat seine Zeit, und das Wissen, dass er nun keine Schmerzen mehr hat, tröstet über seine Abwesenheit hinweg.

Ja, er hatte schwache Nerven. Dobermann-Mix halt.

Ja, sowohl Jörg als auch ich hatten seine Zähne mindestens einmal in irgendeinem Körperteil. Die Situation erklärte sein Verhalten.

Ja, Paul war nicht perfekt, und offen gesagt: Seit er nicht mehr da ist (er ging im biblischen Alter von immerhin fünfzehneinhalb Jahren!) sind zumindest unsere Jahresurlaube unfasslich entspannter, denn er hat es auch bei uns nie gelernt, entspannt Autofahren zu können, jeder Kilometer war eine Qual.

Wir konnten ihn zuletzt an einem unbekannten Ort nicht mal mehr eine Stunde allein lassen, sprich: Restaurant-Besuche im Urlaub waren gestorben, geschweige denn, ihn überhaupt irgendwo und irgendwem auch nur mal stundenweise in fremde Obhut geben zu können.

Dennoch…Bei allen Entbehrungen, sie waren “nur” für einige Jahre. Sie haben uns so viel gelehrt. Wir können besorgte und oft auch verzweifelte Hundebesitzer sehr gut verstehen. und wir sind überzeugt, dass er bei uns eine gute Zeit hatte.

Ein gutes Gefühl!

Paul, wo auch immer du sein magst: Wir denken an dich. Und wir wissen, dass viele unserer Freunde und Kunden auch immer mal wieder liebevoll an dich denken.

Alterchen, was kann man mehr wollen? Genieß deine Zeit auf der Wolke, und irgendwann werden wir uns schon wiedersehen…

Danke für die schöne Zeit!

PaulHausmeister

Über die Zeit im Allgemeinen und den vielleicht schönsten Tag im Leben

Unser Alltag steht ganz im Zeichen unseres Hundezentrums, allein die Betreuung der Pensionsgäste ist quasi ein 24-Stunden-Job, dann kommen noch die Trainingsstunden der Hundeschule dazu und die Verkäufe in unserem Ladengeschäft sowie in unseren Online-Shops. Kein Wunder also, dass mein Mann und ich kaum Freizeit haben und auch die freie Zeit für unsere eigenen Hunde sehr knapp ist. Zeit für jemanden zu haben, oder auch nur einmal für uns selbst, ist etwas sehr Rares und Kostbares. Deshalb wissen wir kleine Auszeiten sehr zu schätzen, und sie bleiben uns auch oft in lebhafter Erinnerung. Kürzlich hatte ich allerdings ein Erlebnis, dass einen ganz besonderen Platz in meinem Leben haben wird, und ich teile dieses Ereignis mit einem unserer eigenen Hunde, unserem Weimaraner Artus.

Dazu kurz zur Einleitung für diejenigen, die ihn nicht kennen: Er ist inzwischen zehneinhalb Jahre alt, kam vor einigen Jahren mit erheblichem Übergewicht zu uns (53 kg statt inzwischen 38 kg!) und das ist vermutlich auch die Ursache für zahlreiche Fett-Knubbel an seinem Körper, die teilweise Honigmelonen-gross sind und natürlich in gewissem Maße auch sein Wohlbefinden einschränken.

Als waschechter Jagdhund liegt ihm die Arbeit natürlich im Blut, und vor etwa anderthalb Jahren kamen wir gemeinsam zum Apportieren, auch Dummy-Training genannt. Was für ein Anblick: Seine ganze Haltung veränderte sich, sobald er seinen Apportiergegenstand im Maul hatte, stolz, fokussiert, geradezu “dienstbeflissen” – ich erlebte unseren Hund plötzlich von einer ganz neuen Seite.

Im Alltag muss sich unser gemeinsames Training leider auf das beschränken, was zwischendurch mal möglich ist, und das ist oft leider nicht viel. Aber am vergangenen Wochenende war es soweit: Artus und ich besuchten in der Nähe von Dresden ein Seminar mit einer renommierten Dummytrainerin, und natürlich erhoffte ich mir vordergründig, neue Trainingsideen für meine eigenen Trainingsstunden in unserer Hundeschule mitzunehmen, aber ich freute mich auch für Artus, denn auch als Trainer lernt man eben doch durch praktische Arbeit, und deshalb musste Artus natürlich mitmachen! Sicherlich, angesichts seines fortgeschrittenen Alters bin ich von vornherein mit einer bestimmten Trainingseinstellung angetreten: Ich bin zwar selbst ein Fan von korrekt ausgeführten Übungen, von eingeforderter Impulskontrolle und Grundgehorsam, doch bei diesem Senior wollte ich in Sachen Disziplin das ein oder andere Auge zudrücken, und seine Freude an der Arbeit sollte im Vordergrund stehen.

Das bedeutete für ihn zwei Seminartage ganz im Zeichen seiner geliebten Dummyarbeit! Unseren zweiten Hund Coco habe ich, auch wenn es mir nicht leicht fiel, tatsächlich zu Hause bei meinem Mann gelassen, meine ganze Aufmerksamkeit sollte Artus gehören, er sollte mit niemandem teilen müssen. Ein kleines Geschenk an ihn, der im Alltag als typischer Trainerhund eben oft auch zurückstecken muss. Und was haben wir beide für eine wunderbare Zeit gehabt: Der alte Herr war über die ganze Zeit voll konzentriert dabei, und abends waren wir Beiden zwar sehr müde, aber ich konnte sehen, wie glücklich er war – und das machte mich sehr glücklich!

Ich würde mir oft mehr Zeit für ihn wünschen, aber unser Betrieb lässt es eben nicht anders zu. Ich habe auch schon mehrmals bedauert, mit Artus nicht früher zum Dummytraining gekommen zu sein, dann hätte er schon viel früher seiner Leidenschaft frönen können. Aber hätte, wäre, wenn – manches kann man eben nicht ändern. Anstelle sich über Versäumnisse zu ärgern, darf man sich durchaus auch die schönen Erlebnisse bewusst machen, und ich bin mir sicher, dass dieses Erlebnis mit all der perfekten, entspannten Atmosphäre für uns etwas ganz Besonderes darstellt. Ja, ich glaube sogar, dass dies für ihn der vielleicht schönste Tag in seinem Leben war. Und ich war dabei und habe diese schöne Zeit mit ihm geteilt.

Wie ist es bei Ihnen? Können Sie sich an ein besonders schönes Erlebnis mit Ihrem Hund erinnern? Wo sein Blick verraten hat, wie glücklich er war, weil er etwas mit Ihnen gemeinsam unternommen hat?

Solche schönen Momente sind es wert, dass man sich an sie erinnert und sie mit Anderen teilt, finden Sie nicht auch? Machen Sie sich Ihr Erlebnis doch noch einmal ganz bewusst, und vielleicht haben Sie auch Lust, mir dazu eine Mail zu schreiben.

Ich würde mich freuen!

Dieser Text ist in ähnlicher Form erschienen in meiner Citicon-Kolumne, Ausgabe Nr. 62. Auch online nachzulesen unter www.citicon-online.de.

Der schönste Tag