Jetzt ist Erkältungszeit – auch für Hunde!

Wie jedes Jahr um diese Zeit häufen sich nun wieder die Fälle, in denen unsere Vierbeiner mit einer Erkältung zu kämpfen haben, denn nicht nur wir Menschen, auch unsere Vierbeiner können sich leicht mit Viren und Bakterien anstecken. Der ein oder andere Hundebesitzer wird den Begriff “Zwingerhusten” schon einmal gehört haben, wobei der Name missverständlich ist, denn auch bei einer Hundehaltung ohne Zwinger, sondern in hübschen, geheizten Zimmern, wie sie bei uns üblich ist, können sich Hunde bei infizierten Artgenossen anstecken. Diese Atemwegserkrankungen machen den Vierbeinern mitunter sehr zu schaffen, teilweise haben sie dann einen stark “bellenden” und trockenen Husten, der über mehrere Wochen anhalten kann.

Wie bei uns Menschen werden die Erreger werden als Tröpfcheninfektion übertragen, theoretisch kann sich der Hund also fast überall anstecken, wo er in Kontakt mit anderen Hunden kommt, bei Spaziergängen mit anderen Hunden, aber natürlich auch in der Hundeschule oder bei einem Aufenthalt in der Tierpension.

Aus langjähriger Erfahrung haben wir gelernt, dass eine Impfung zwar keinen 100 %-igen Schutz bieten kann, in der Regel aber geimpfte Tiere eine viel bessere Abwehrfähigkeit besitzen. Auch verlaufen Erkrankungen, die nun einmal wie bei uns Menschen nicht immer vermieden werden können, in der Regel milder.

Aus diesem Grund machen wir eine Impfung gegen Parainfluenza (“Zwingerhusten”) in der Erkältungssaison (November bis etwa März) mit Rücksicht auf die Gesamtheit der betreuten Hundegruppe zur Aufnahmebedingung, zusätzlich zu den behördlich auferlegten, vorgeschriebenen Impfungen.

Wir respektieren die Bedenken mancher Hundebesitzer gegenüber Impfungen, gleichwohl weisen wir auf die vergleichbare Situation bei Kindergärten und der dort diskutierten Impfpflicht hin. Bei einer generellen Ablehnung von Schutzimpfungen ist es sicher sinnvoller, eine Einzel-Betreuung zu wählen, bzw. wird eine behördlich genehmigte Hundepension ungeimpfte Hunde grundsätzlich nicht aufnehmen können.

Wir denken, dass die Mehrheit der Hundehalter aber unsere Vorgehensweise und die damit verbundene Fürsorge nachvollziehen kann.

Bei Fragen zur Parainfluenza-Impfung, möglichen Nebenwirkungen und Risiken für Ihren Hund steht Ihnen der Tierarzt Ihres Vertrauens sicher gern zur Verfügung.

Bitte berücksichtigen Sie die PI-Impfung bei Buchungen in unserer Pension.

Unterrichtspause zwischen Weihnachten und Neujahr – Einladung zur Krimitour!

Zwischen 24.12.2017 und 1.1.2018 findet wie gewohnt kein Unterricht statt, dafür machen wir am 30.12.2017 ab 14.00 Uhr einen außergewöhnlichen Ersatzunterricht: Es geht auf Krimitour!

Aus organisatorischen Gründen ist die Teilnahme am Spaziergang und der Feier nur nach schriftlicher Anmeldung bis zum 28.12.2017 möglich!

Weitere Infos und Anmeldung:

Unterwegs mit den Schnüffel-Detektiven

Talk and ZOS! oder: Lust, mal wieder das Englisch aufzufrischen?

Neuer Termin: Mittwoch, 11. Januar 2017

Praxis, Praxis, Praxis – was für das Hundetraining gilt, ist auch für Sprachen wichtig: Wenn man eine Zeit lang nichts getan hat, muss das Gelernte erst wieder in Erinnerung gebracht werden.

Immer wieder höre ich, dass das Schulenglisch immer weiter in Vergessenheit gerät, aber es fehlt einfach an Gelegenheiten, die Fremdsprache zu verwenden. Hieraus entstand der Gedanke, unsere Leidenschaft Zielobjektsuche mit etwas English Conversation zu verbinden – ganz ungezwungen machen wie üblich unser ZOS-Training, sprechen aber eine Stunde lang miteinander nur auf englisch! Dabei geht es nicht darum, irgendwelche Grammatik stoisch durchzugehen oder Satzkonstruktionen auseinanderzunehmen, sondern einfach nur, sich wieder einmal zu trauen, auf Englisch zu sprechen. Mit den Hunden sprechen wir übrigens “ganz normal”, Startwörter etc. bleiben wie gehabt.

Es handelt sich um ein zusätzliches Angebot zu unserem üblichen ZOS-Training und kann – wenn Interesse besteht – natürlich auch von Menschen besucht werden, die noch nicht ZOS machen, sondern einfach nur etwas Englisch sprechen, bzw. hören möchten.

Der erste Termin wird am Mittwoch, 30.11.2016 stattfinden, Buchung wie üblich über unseren Terminkalender.

Talk and ZOS! wird in unregelmäßigen Abständen stattfinden, wir planen momentan etwa alle vier bis sechs Wochen eine Veranstaltung, bei Interesse aber auch gern häufiger. Das Training wird stattfinden mit Jenny Woodvine, wer sie noch nicht kennen sollte, hier eine kleine Vorstellung:

I’m Jenny and, for those who don’t already know, I’m Scottish,born and bred. This makes me a native speaker with, of course, a slight Scottish accent. I am also a trained science teacher but gave up teaching when I moved to Germany. My experience of teaching English comes from my time working at the VHS in Bad Aibling and Kolbermoor and from giving private lessons. Three years ago we adopted our dog Andy and through him I discovered ZOS. Since then I have become more and more involved in this fascinating activity for dogs and their owners. So why not practice your English with me during a ZOS session, fun for humans and dogs alike. And don’t worry, your dog won’t be expected to learn English.

Jenny

Mit Spaß gegen den Blues der dunklen Jahreszeit!

Pünktlich zum November mit seinen kürzeren Tagen, dem Nebel und den unwirtlichen Temperaturen haben wir uns ein paar Spaß-Workshops ausgedacht, mit denen wir in den kommenden Wochen ein bisschen Abwechslung in den Alltag mit Hund bringen möchten. Sie dauern in der Regel etwa 90 Minuten und sind eine Anregung für weitere Aktivitäten mit Eurem Hund.

Ob Schnüffelspiele, Futterbeutelarbeit, Gerätetraining, Trickdog, Boomerang und noch viel mehr – da ist sicher für jeden etwas dabei!

Wählt bei der Suche in unserem Terminkalender einfach die Workshops aus, dann werden Euch auch die Spaß-Workshops angezeigt!

In der Regel finden sie entweder Donnerstags Abends ab 19.00 Uhr oder samstags ab 14:00 Uhr statt.

Es kann der friedlichste Hundebesitzer nicht in Frieden leben, wenn…

“Nie wieder Urlaub mit zwei Hunden an der deutschen Küste!”, stöhnte kürzlich meine Freundin. Was war passiert? Überall Verbotsschilder: Hunde nicht an diesem Strand, Hunde nicht auf diesem Deich, Hunde nur an der Leine…

Die zahlreichen Einschränkungen waren offenbar die Folge fehlender Umsicht einzelner Hundehalter, die beispielsweise ihre Hunde frei auf Kuh-und Schafweiden laufen ließen – was für die Weidetiere nicht immer gut ausging! An dem offiziellen Hundestrand-Abschnitt tummelten sich dann umso mehr auf engem Raum, und wenn dann gefühlte 40 Hunde frei herumlaufen, deren Zweibeiner nicht in Sicht sind, ist mit Hunden, die keinen Kontakt zu Artgenossen haben möchten, an einen gemütlichen Strandtag nicht zu denken. Wohlgemerkt: Es handelte sich nicht um eine Freilauffläche, sondern einfach um ein Stück Strand, das Erholungssuchende mit ihren Hunden gemeinsam betreten dürfen. Wie im gesamten Nationalpark Wattenmeer bestand auch an diesem Strandabschnitt Leinenpflicht für Hunde, doch die schien viele nicht zu interessieren und alle Versuche, diese Hundehalter zur Rücksichtnahme zu bewegen, blieben fruchtlos.

Die Reaktionen sind meist die gleichen:  Vom scheinbar ermutigenden „Lassen Sie Ihre Hunde doch einfach mal frei, die machen das schon unter sich aus!“ bis hin zu Anfeindungen à la „Dann halten Sie sich doch gefälligst von hier fern, wenn Sie Ihre Tölen nicht im Griff haben!“.

Oh ja, was meine Freundin erlebte, kenne ich nur zu gut. Erinnern Sie sich noch an mein „Sprachlos in Brandenburg“, wo ich von der Hundehalterin erzählte, die ihren Terrier direkt vor das Fenster unseres Wohnmobils hielt, damit er meine dahinter tobende Hündin besser  sehen konnte? Nun, kürzlich war ich anlässlich einer Hundesport-Meisterschaft mit einigen anderen Kolleginnen wieder auf diesem Campingplatz, und noch nie habe ich mich derart unwohl gefühlt wie bei dieses Mal.

Ich akzeptiere, dass es der beste Campingplatz nicht verhindern kann, wenn eine bekanntermaßen leicht verwirrte, ältere Dame aus dem Ort dort immer mal spazieren geht. Dieser Aufenthalt geriet nun aber zu einem regelrechten Spießrutenlauf, weil ein anderer Gast sowie der Platzwart ihre durchaus freundlichen Hunde frei herumlaufen ließen, aber meine eigenen Hunde mögen nun mal keinen Kontakt.

Trotz mehrfacher Bitte, den jeweiligen Hund nicht frei herumlaufen zu lassen, zeigten sich Beide uneinsichtig. Der Platzwart-Hund wollte sogar einmal in unser Wohnmobil hereinkommen, und hätte ich meine Gittertür nicht davor gehabt, wäre es zu einem üblen Zwischenfall gekommen.

Ein anderer Gast wurde von diesem Hund angesprungen. Mein Mann Jörg hatte den Platzwart schon im vergangenen Jahr darauf hingewiesen, dass sein Hund überall auf dem Platz mit Kot und Urin markiert – das sind alles Dinge, die ich als rücksichtslos empfinde und die wir in unserer Tätigkeit als Hundetrainer unseren Kunden einbläuen, so etwas zu unterlassen, weil Hundehalter damit in der Öffentlichkeit einfach immer mehr zum Feindbild werden.

Der Platzwart ist ansonsten wirklich sehr freundlich, und ich glaube auch, dass ihm sein Hund sehr, sehr viel bedeutet. Dem Hund die „Freiheit“ zu nehmen, schien eine geradezu unerträgliche Vorstellung zu sein. Aber Job ist Job, nicht wahr, und da sollte man doch auch auf die Wünsche der Kunden eingehen, oder?

Manch eine meiner Kolleginnen kündigte mir an, sich nächstes Jahr eine andere Unterkunft zu suchen. Abstimmung mit den Füßen, wie es dann so schön heißt. Aber mir ließ das Ganze keine Ruhe, ich hatte einfach schon viel zu oft sehr schöne Aufenthalte an diesem Ort verbracht und arbeite seit etlichen Jahren mit Kunden, Feedback ist – davon bin ich überzeugt – für einen guten Kundenservice unerlässlich.

Deshalb sendete ich dem Platzbesitzer nach unserem Aufenthalt eine Mail; zunächst hörte ich nichts von ihm, und ich bereitete mich innerlich schon darauf vor, hier künftig nicht mehr einen Platz zu bekommen – nicht jeder kann mit Feedback umgehen, das haben Sie sicher auch schon einmal erlebt.

Dann aber erhielt ich eine Antwort mit dem Dank für meine offenen Worte. Ihnen sei die Situation mit dem frei laufenden Hund des Platzwarts auch nicht ganz geheuer gewesen, doch da sich nie ein Gast dazu geäußert habe, gab es keine Veranlassung für ein Einschreiten. Man würde sich freuen, wenn ich wieder einmal bei ihnen zu Gast sein würde und in Zukunft werde es zu solchen Situationen nicht mehr kommen, die anwesenden Gäste sollen sich schließlich wohl fühlen.

Ich habe mich sehr über diese Reaktion gefreut, nicht nur, dass ich auch in Zukunft wieder meinen geschätzten Platz nutzen kann, sondern vor allem auch, endlich einmal auf Verständnis für die eigenen Bedürfnisse  getroffen zu sein. Offen gesagt: Ich bin oft ganz schön genervt vom rücksichtslosen Verhalten anderer Hundehalter: Liegengelassene Kothaufen, dauerkläffende Hunde in Vorgärten, überall markierende Hunde, die selbst den kleinen Absperrzaun direkt neben einem speisenden Paar in einem Restaurant anpinkeln dürfen. Hunde, die in Hotels mit ins Bett gelassen werden, dort in der Dusche abgebraust und zum Abtrocknen die Hotelhandtücher verwendet werden.

Der Hund kann nichts dafür, ich sehe die Verantwortung beim Zweibeiner. Ob fehlender Anstand, mangelnde Aufmerksamkeit oder bewusste Rücksichtslosigkeit – eigentlich ist es mir egal, ich kann nur immer besser nachvollziehen, wenn Hunde nicht überall gern gesehen werden. Unter den Einschränkungen haben dann aber alle Hundehalter zu leiden. Da fängt man dann auch langsam an, einen Groll auf diese negativ auffallenden Hundehalter zu hegen, wie mag es da erst den Nicht-Hundebesitzern gehen oder sogar denjenigen, die aus welchen Gründen auch immer Angst vor Hunden haben?

Die Rückmeldung des Campingplatzes hat mir wieder bestätigt: Miteinander zu reden kann etwas verändern! Sicher, Einige wird man nie erreichen können, doch wer es gar nicht versucht, hat doch von vornherein aufgegeben, oder? Das Leben mit Hund kann wunderschön sein, und ich würde mich freuen, wenn einfach jeder einen kleinen Beitrag dazu leistet – und wenn es nur die Rückmeldung ist, wenn etwas als unangenehm empfunden wird.

Manuela Klemz

Dieser Text ist in ähnlicher Form erschienen in meiner Citicon-Kolumne, Ausgabe Nr. 63. Auch online nachzulesen unter www.citicon-online.de.

Citicon Kolumne Rücksicht

Citicon Kolumne Rücksicht

 

Erinnerung an Paulchen

Vor zwei Jahren ist Paul in den Hundehimmel umgezogen… Was für ein wunderbarer Hund, und wir werden ihn wohl nie, nie vergessen. Wie wir alle unsere Hunde immer noch in unseren Herzen tragen und voller Liebe und Dankbarkeit an sie denken.

Wir denken sehr häufig an unseren Paul zurück, und inzwischen ist das auch ohne Tränen möglich. Wir haben ihm so viel zu verdanken, wir sind so froh, dass wir ein paar seiner Lebensjahre mit ihm verbringen durften! Wir sind glücklich, dass wir ihm nach drei Jahren im Tierheim und diversen missglückten Vermittlungsversuchen ein neues Zuhause geboten haben. Dass wir uns auch von acht (!) zerstörten Holztüren und anderen Zerstörungen, ruinierten Eckzähnen und seelischen Schmerzen nicht entmutigen ließen. Wir wissen seitdem, wie sehr trennungsängstliche Hunde und ihre Besitzer (!) leiden. Wir (meinen zu) wissen, was gut für einen Hund ist. Paul hat uns mehr gelehrt als viele gute und sicherlich auch fundierte Fachbücher.

Alles hat seine Zeit, und das Wissen, dass er nun keine Schmerzen mehr hat, tröstet über seine Abwesenheit hinweg.

Ja, er hatte schwache Nerven. Dobermann-Mix halt.

Ja, sowohl Jörg als auch ich hatten seine Zähne mindestens einmal in irgendeinem Körperteil. Die Situation erklärte sein Verhalten.

Ja, Paul war nicht perfekt, und offen gesagt: Seit er nicht mehr da ist (er ging im biblischen Alter von immerhin fünfzehneinhalb Jahren!) sind zumindest unsere Jahresurlaube unfasslich entspannter, denn er hat es auch bei uns nie gelernt, entspannt Autofahren zu können, jeder Kilometer war eine Qual.

Wir konnten ihn zuletzt an einem unbekannten Ort nicht mal mehr eine Stunde allein lassen, sprich: Restaurant-Besuche im Urlaub waren gestorben, geschweige denn, ihn überhaupt irgendwo und irgendwem auch nur mal stundenweise in fremde Obhut geben zu können.

Dennoch…Bei allen Entbehrungen, sie waren “nur” für einige Jahre. Sie haben uns so viel gelehrt. Wir können besorgte und oft auch verzweifelte Hundebesitzer sehr gut verstehen. und wir sind überzeugt, dass er bei uns eine gute Zeit hatte.

Ein gutes Gefühl!

Paul, wo auch immer du sein magst: Wir denken an dich. Und wir wissen, dass viele unserer Freunde und Kunden auch immer mal wieder liebevoll an dich denken.

Alterchen, was kann man mehr wollen? Genieß deine Zeit auf der Wolke, und irgendwann werden wir uns schon wiedersehen…

Danke für die schöne Zeit!

PaulHausmeister

Über die Zeit im Allgemeinen und den vielleicht schönsten Tag im Leben

Unser Alltag steht ganz im Zeichen unseres Hundezentrums, allein die Betreuung der Pensionsgäste ist quasi ein 24-Stunden-Job, dann kommen noch die Trainingsstunden der Hundeschule dazu und die Verkäufe in unserem Ladengeschäft sowie in unseren Online-Shops. Kein Wunder also, dass mein Mann und ich kaum Freizeit haben und auch die freie Zeit für unsere eigenen Hunde sehr knapp ist. Zeit für jemanden zu haben, oder auch nur einmal für uns selbst, ist etwas sehr Rares und Kostbares. Deshalb wissen wir kleine Auszeiten sehr zu schätzen, und sie bleiben uns auch oft in lebhafter Erinnerung. Kürzlich hatte ich allerdings ein Erlebnis, dass einen ganz besonderen Platz in meinem Leben haben wird, und ich teile dieses Ereignis mit einem unserer eigenen Hunde, unserem Weimaraner Artus.

Dazu kurz zur Einleitung für diejenigen, die ihn nicht kennen: Er ist inzwischen zehneinhalb Jahre alt, kam vor einigen Jahren mit erheblichem Übergewicht zu uns (53 kg statt inzwischen 38 kg!) und das ist vermutlich auch die Ursache für zahlreiche Fett-Knubbel an seinem Körper, die teilweise Honigmelonen-gross sind und natürlich in gewissem Maße auch sein Wohlbefinden einschränken.

Als waschechter Jagdhund liegt ihm die Arbeit natürlich im Blut, und vor etwa anderthalb Jahren kamen wir gemeinsam zum Apportieren, auch Dummy-Training genannt. Was für ein Anblick: Seine ganze Haltung veränderte sich, sobald er seinen Apportiergegenstand im Maul hatte, stolz, fokussiert, geradezu “dienstbeflissen” – ich erlebte unseren Hund plötzlich von einer ganz neuen Seite.

Im Alltag muss sich unser gemeinsames Training leider auf das beschränken, was zwischendurch mal möglich ist, und das ist oft leider nicht viel. Aber am vergangenen Wochenende war es soweit: Artus und ich besuchten in der Nähe von Dresden ein Seminar mit einer renommierten Dummytrainerin, und natürlich erhoffte ich mir vordergründig, neue Trainingsideen für meine eigenen Trainingsstunden in unserer Hundeschule mitzunehmen, aber ich freute mich auch für Artus, denn auch als Trainer lernt man eben doch durch praktische Arbeit, und deshalb musste Artus natürlich mitmachen! Sicherlich, angesichts seines fortgeschrittenen Alters bin ich von vornherein mit einer bestimmten Trainingseinstellung angetreten: Ich bin zwar selbst ein Fan von korrekt ausgeführten Übungen, von eingeforderter Impulskontrolle und Grundgehorsam, doch bei diesem Senior wollte ich in Sachen Disziplin das ein oder andere Auge zudrücken, und seine Freude an der Arbeit sollte im Vordergrund stehen.

Das bedeutete für ihn zwei Seminartage ganz im Zeichen seiner geliebten Dummyarbeit! Unseren zweiten Hund Coco habe ich, auch wenn es mir nicht leicht fiel, tatsächlich zu Hause bei meinem Mann gelassen, meine ganze Aufmerksamkeit sollte Artus gehören, er sollte mit niemandem teilen müssen. Ein kleines Geschenk an ihn, der im Alltag als typischer Trainerhund eben oft auch zurückstecken muss. Und was haben wir beide für eine wunderbare Zeit gehabt: Der alte Herr war über die ganze Zeit voll konzentriert dabei, und abends waren wir Beiden zwar sehr müde, aber ich konnte sehen, wie glücklich er war – und das machte mich sehr glücklich!

Ich würde mir oft mehr Zeit für ihn wünschen, aber unser Betrieb lässt es eben nicht anders zu. Ich habe auch schon mehrmals bedauert, mit Artus nicht früher zum Dummytraining gekommen zu sein, dann hätte er schon viel früher seiner Leidenschaft frönen können. Aber hätte, wäre, wenn – manches kann man eben nicht ändern. Anstelle sich über Versäumnisse zu ärgern, darf man sich durchaus auch die schönen Erlebnisse bewusst machen, und ich bin mir sicher, dass dieses Erlebnis mit all der perfekten, entspannten Atmosphäre für uns etwas ganz Besonderes darstellt. Ja, ich glaube sogar, dass dies für ihn der vielleicht schönste Tag in seinem Leben war. Und ich war dabei und habe diese schöne Zeit mit ihm geteilt.

Wie ist es bei Ihnen? Können Sie sich an ein besonders schönes Erlebnis mit Ihrem Hund erinnern? Wo sein Blick verraten hat, wie glücklich er war, weil er etwas mit Ihnen gemeinsam unternommen hat?

Solche schönen Momente sind es wert, dass man sich an sie erinnert und sie mit Anderen teilt, finden Sie nicht auch? Machen Sie sich Ihr Erlebnis doch noch einmal ganz bewusst, und vielleicht haben Sie auch Lust, mir dazu eine Mail zu schreiben.

Ich würde mich freuen!

Dieser Text ist in ähnlicher Form erschienen in meiner Citicon-Kolumne, Ausgabe Nr. 62. Auch online nachzulesen unter www.citicon-online.de.

Der schönste Tag

Unsere Betriebsferien im Jahr 2017

Wer an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr sein Leben den Hunden widmet, muss auch zwischendurch einmal Urlaub machen – danach geht es mit frisch aufgeladenen Akkus wieder weiter!

Leider ist es uns bislang nicht gelungen, eine wirtschaftlich tragbare Lösung zu finden, um unseren Betrieb auch während unserer Abwesenheit weiterzuführen. Während unserer Betriebsferien sind daher die Hundeschule, die Hundepension, das Ladengeschäft sowie die Online-Shops geschlossen.

Damit unsere Stammgäste sich rechtzeitig darauf einrichten können, geben wir unsere “Auszeiten” frühzeitig bekannt; diese sind in 2017 wie folgt:

  • Samstag, 13. Mai 2017 bis einschließlich Sonntag 28. Mai 2017
  • Freitag 7. Juli bis Sonntag 9. Juli 2017 (ausnahmsweise bereits am Freitag, ein wichtiger Termin macht es nicht anders möglich)
  • Samstag, 9. September 2017 bis einschließlich 17. September 2016 (also bereits zum Ende der Schulferien!)

Bitte beachten Sie, dass wir bereits am jeweiligen Vortag, in der Regel also dem Freitag, nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen und insbesondere in der Pension nur eine geringere Anzahl an Hunden aufnehmen.

Mitarbeiter/-innen gesucht für den Shop!

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Aushilfe Warenwirtschaft
für unseren modernen Onlineversandhandel sowie das Ladengeschäft. Wir handeln vorrangig mit Artikeln rund um den Hund, und unser Angebot richtet sich an Privatkunden mit dem Ziel, sie zu inspirieren und zu begeistern, sowohl in unseren Onlineshops als auch beratend in unserem Geschäft mit Boutique-Charakter. Wir sind ein symphatisches Team in einem kleinen Familienunternehmen.

Unsere Anforderungen für eine Mitarbeit im Bereich Warenwirtschaft:
+ Du arbeitest gern und gut im Team, aber auch selbstständig.
+ Du bist sicher im Umgang mit dem PC, idealerweise hast du bereits Grundkenntnisse im Umgang mit JTL-Wawi
+ Du bist sehr zuverlässig, gewissenhaft und vertrauenswürdig

Deine Aufgabe bei uns:
Du verarbeitest Rechnungen und kontrollierst Lieferscheine
Du bist für die termingerechte Abwicklung der Aufgaben und Versand zum Kunden verantwortlich.
Du erledigst alle Aufgaben der Warenwirtschaft (Bearbeitung der eingehenden Kundenaufträge, Wareneingänge, Rückstände, …)

Wir bieten:
+ eine interessante Stelle mit Verantwortung + Mitarbeit in einem tollen, jungen Team + Arbeit in einer spannenden Branche mit interessanten Produkten + flexible Arbeitszeiten
+ auf geringfügiger Basis, unbefristet.

Wir weisen hiermit ausdrücklich daraufhin, dass keine Fahrt- und Bewerbungskosten übernommen werden können.
Außerdem bitten wir darum, Bewerbungsunterlagen ausschließlich via E-Mail zukommen zulassen.

Art der Stelle: geringfügig

Ein kleiner Teil unseres Sortiments

Ein kleiner Teil unseres Sortiments

Online-Bestellungen

Online-Bestellungen

Artus auf der HIK9-Liege

Artus auf der HIK9-Liege

Neue Premium-Trockenfuttermarke im Sortiment: Wildborn

Die Nachfrage nach getreidefreien Hundefuttersorten sowie nach der Proteinquelle Pferd ist nach wie vor groß, daher haben wir eine neue Marke ins Sortiment aufgenommen:

WILDBORN bietet Ihrem Hund ein getreidefreies Hundefutter der Spitzenklasse. Das Besondere: Alle Wildborn Produkte werden ausschließlich in Deutschland produziert.

Zum Kennenlernen gibt es ausgewählte Sorten zum Schnupperpreis und mit Geld-zurück-Garantie:

Testen Sie ohne Risiko Wildborn: Bei Unzufriedenheit erhalten Sie den Kaufpreis zurück (gegen Vorlage des Kassenbons; der gekaufte Artikel muss noch mindestens zu 2/3 Gefüllt sein).

Zusätzlich gibt es noch einen Nachkaufgutschein dazu, mit dem es für den nächsten Kauf 5 € Rabatt beim Kauf von 2 kg Wildborn und sogar 10€ Rabatt beim Kauf von 15 kg Wildborn gibt.

Zum Schnupperpreis kosten 500 g African Outback z. B. statt 3,99 € nur 2,- € und 2 kg Natural Large Breed statt 13,49 € nur 5,00 €.

Bei Interesse gleich einmal informieren unter www.mein-hundehotel-shop.de/wildborn_1

Wir beraten Sie auch gern bei uns im Ladengeschäft oder telefonisch unter 08453 334634.

Wildborn Premium Händler

Tipps für den Urlaub mit Hund

Ab in den Urlaub!

Mit großen Schritten geht es nun auf den Sommerurlaub zu, und bei vielen Familien darf auch der Wauzi mitkommen. Doch damit die gemeinsame Zeit für alle Beteiligten auch schön wird, ist etwas Vorbereitung nötig, besonders, wenn die Reise ins Ausland geht. Gesetzlich vorgeschrieben sind je nach Land verschiedene Impfungen des Hundes, gegebenenfalls noch Zeckenvorsorge und Entwurmung. Informationen hierzu gibt es beispielsweise im Internet, und auch Ihr Tierarzt wird Sie gern beraten.

 

Kontrollieren Sie rechtzeitig den Impfpass, damit Sie nicht in letzter Minute noch nachimpfen müssen: Das ist nicht nur unnötig hektisch, sondern auch für die Gesundheit Ihres Vierbeiners nicht ideal. Lange Autofahrten sind nicht nur für uns recht anstrengend, sondern auch für unsere Hunde. Aber es gibt einige praktische Dinge, die Ihrem Liebling diese Zeit erträglicher machen können: Sprichwörtliche Basis ist eine gute Unterlage, damit die Vibrationen des Autos nicht ungefiltert an den Hunderücken weitergegeben werden. Sie fragen sich, warum? Sind Sie schon einmal im Kofferraum des Autos mitgefahren, ohne die gut gefederten Autositze? Genau diese permanenten Stöße muten wir unseren Lieblingen zu, aber eine Kaltschaummatte oder auch eine Matte mit Visko-Kern vor allem für Hunde mit Arthrose. Mit einem speziellen Anti-Schwapp-Napf steht dem Hund auch während der Fahrt Trinkwasser zur Verfügung, was besonders bei warmen Temperaturen wichtig ist – die Klimaanlage versorgt eben doch meist nur den vorderen Bereich. Achten Sie bitte auch auf ausreichend Schatten, denn gerade den Heck-Insassen brennt die Sonne ganz schön auf den Pelz!

Seit einiger Zeit gibt es Kühlmatten oder auch Kühlwesten, die gerade Hunden mit viel Fell bei Hitze einige Erleichterung verschaffen können. Unsere Entdeckung des Jahres sind so genannte Kühl-Bandanas, bzw. Kühl-Halsbänder, die sich in unserem letzten Urlaub hervorragend bewährt haben – und obendrein noch sehr günstig sind!

Laut Straßenverkehrsordnung müssen Hunde ordnungsgemäß gesichert transportiert werden, hier empfehle ich eine Box oder einen guten Sicherheitsgurt, der spezielle Anforderungen für den Fall eines Unfalls erfüllen muss: Plastikverschlüsse beispielsweise werden in vielen Fällen den Belastungen nicht standhalten können, und zu schmale, ungepolsterte Bänder können einschneiden oder schlimme Druckstellen verursachen. Ein einer gut sortierten Fachhandlung kann man sie bei der richtigen Auswahl beraten.

 

Mit speziellen Bodenhaken kann der Hund beispielsweise am Strand mal sicher angebunden werden, eine Strandmuschel für Kinder sorgt für den nötigen Schatten. Es versteht sich von selbst, dass der Hund natürlich nicht bei heißen Temperaturen mit nach draußen soll! Auch für den Stadtspaziergang gehört ein faltbarer Wassernapf immer in die Handtasche, und natürlich auch ein Päckchen mit Kotbeuteln.

 

Denken Sie auch eine eine Reiseapotheke für den Hund, denn ähnlich wie wir kann auch der Vierbeiner auf die ungewohnte Umgebung oder die Anstrengung der Anreise reagieren: Ob konventionelles Durchfallmedikament oder homöopathische Globuli gegen Übelkeit, wer sich gut vorbereitet, hat am Urlaubsort keine Sorge, das passende Mitte zu bekommen, und das womöglich noch in einer Fremdsprache…

 

Nicht zuletzt sollte auch abgewogen werden, ob man dem Hund die Reisestrapazen  überhaupt zumutet oder ob eine Unterbringung innerhalb der Familie oder in einer guten Hundepension nicht sinnvoller wären, insbesondere in Gebiete mit Mittelmeerkrankheiten oder wenn heiße Temperaturen zu erwarten sind. Allerdings ist das Last-Minute oft nicht mehr möglich: In unserem Hundehotel beispielsweise bereits können bereits jetzt keine weiteren Neukunden für die Sommerferien aufgenommen werden.

 

Der Urlaub mit Hund sollte also rechtzeitig und mit einigem Vorlauf geplant werden – dem Tier zuliebe!

Dieser Text ist in ähnlicher Form erschienen in meiner Citicon-Kolumne, Ausgabe Nr. 48. Auch online nachzulesen unter https://issuu.com/citicon/docs/cit-48_issuu/48

JEDER HUND WILL SPIELEN – ODER?!

Hunde sind äußerst soziale Wesen, und dennoch sind nicht alle gleich: Wie bei uns Menschen zeigen sich viele Hunde sehr gesellig,
während andere eher Einzelgänger sind. Vierbeiner, die etwas ländlicher wohnen und daher kaum andere Hunde beim Gassigehen treffen
oder aus Unsicherheit der Besitzer nicht mit anderen zusammengelassen werden, fühlen sich gegebenenfalls überfordert, wenn sie ihren
Urlaub in einer Hundepension verbringen sollen. Da kann die Pension noch so professionell geführt sein – auch ein menschlicher Eremit würde
sich unwohl fühlen, wenn er einen Club-Urlaub gewinnt und plötzlich auf viele, viele Menschen trifft.

Der moderne Hundehalter bekommt zum Thema Hundekontakte – dem Internet sei Dank – viele Informationen und Ratschläge serviert, und so
wächst die Nachfrage sowie auch das Angebot an Ausläufen und Spielstunden. Hier können sich Hunde so richtig austoben, sich mit Artgenossen
auseinandersetzen und sich „sozialisieren“. Für Hunde, die aus den verschiedensten Gründen im Alltag an der Leine bleiben müssen,
bietet sich dabei manchmal die einzige Möglichkeit, frei mit Artgenossen zu kommunizieren, denn inzwischen sollte sich herumgesprochen
haben, dass ein angeleinter Hund oft anders reagiert als ohne Leine (Hunde an der Leine sollten nicht zusammengelassen werden). Für sehr
draufgängerische Hunde wünschen sich manche Hundehalter, dass sie endlich einmal an einen geraten, „der ihm die Grenzen aufzeigt“.
Für eher unsichere Hunde erhofft man sich von Spielstunden und Ähnlichem, dass sie ein wenig die Scheu verlieren, und nicht zuletzt ist da
ja für die Menschen auch noch der soziale Aspekt, ein wenig Zeit mit Gleichgesinnten verbringen zu können und über die Hunde im Allgemeinen
und seinen eigenen im Speziellen sprechen zu können. So kommen also eine Reihe an Wünschen und Erwartungen zusammen, die hoffentlich
fachlich kompetent angeleitet werden. Bei freien Hundeausläufen, z. B. in Parks, ist das eher weniger der Fall: Oft treffen hier Hundehalter
mit ganz unterschiedlichen Erziehungsansichten aufeinander, und was für den einen noch nach Spiel aussieht, ist wohl doch eher Pöbelei
und Machtdemonstration. Hunde frei nach dem Motto „die regeln das schon“ sich selbst zu überlassen, kann schnell problematisch werden.
Ständig von außen einzugreifen ist ebenfalls kontraproduktiv. Selbst mit den Spielstunden mancher Hundeschulen steht es nicht immer zum Besten, denn auch der erfahrenste Trainer kann – wenn er ehrlich zu sich und anderen ist – nur eine begrenzte Menge an Hunden kompetent beaufsichtigen. Zweifellos ist es ein Unterschied, ob es sich um eine relativ stabile Gruppe handelt oder jedes Mal neue Vierbeiner dabei sind, aber wenn der Trainer mehr Zeit mit Plaudereien, Kaffeetrinken und Rauchen verbringt, ist der bisweilen zu hörende Vorwurf des „Kaffeekränzchens“ sicher nicht ganz von der Hand zu weisen.

Auch in unserer Hundeschule gibt es seit vielen Jahren eine Spielstunde, aber es ist uns wichtig, dass die Hunde Raum zur Kommunikation haben.
Wir möchten, dass sie sich austauschen können und dabei gern auch ausgelassen spielen, aber wir lassen die Hunde nicht wild und unkontrolliert
herumrennen, und Mobbing wird nicht toleriert!
Im Laufe der Zeit hat sich unsere Einstellung zu solchen Zusammenkünften auch ein wenig geändert, und in einigen Fällen halte ich es inzwischen für viel sinnvoller, den Hund lieber mal in die Hundetagesstätte zu geben als in die reguläre Spielgruppe. Da bleibt ausreichend Zeit, ihn stressfrei mit ausgewählten Artgenossen zusammenzulassen. Auf so eine Spielstunde haben sich Zwei- und Vierbeiner schon die ganze Woche gefreut, und es geht viel lebhafter als im Tagesstätten- Alltag zu. Manchmal haben wir auch eine Spielstunde für Kleinhunde, in die schüchterne oder körperlich eingeschränkte große Hunde theoretisch integriert werden könnten, aber oft möchten hier die Besitzer nur kleine Hunde miteinander spielen sehen – was aus ihrer Perspektive sicher auch nachzuvollziehen ist.

Viel ist manchmal eben zu viel, daher empfehle ich, wenn mein Hund mehr Kontakt mit Artgenossen haben soll, gut zu beobachten, was für ihn das Angemessene sein könnte.

Manuela Klemz

Dieser Text ist in ähnlicher Form erschienen in meiner Citicon-Kolumne, Ausgabe Nr. 58. Auch online nachzulesen unter  http://issuu.com/citicon/

 

Citicon-Kolumne 58

Leinenpflicht rund um das Hundezentrum!

Aufgrund eines unnötigen Vorfalls heute Morgen hier noch einmal in aller Deutlichkeit und ohne das sonst selbstverständliche höfliche “Bitte”: Rund um das Hundezentrum sind die Hunde an der Leine zu führen! Das sollte inzwischen jedem bekannt sein, weil wir gebetsmühlenartig um Rücksichtnahme bitten, beispielsweise gegenüber unseren Nachbarn. Was ist denn das wohl für ein Anblick, wenn hier Hunde fröhlich-wild umher rennen? Wie soll ein Außenstehender erkennen können, ob er sich vor dem Hund nicht fürchten muss? Ob der Besitzer seinen Hund jederzeit abrufen kann? Ob die Nachbarn Kleinkinder haben oder nicht, sollte keine große Rolle spielen – es geht um allgemeine Rücksichtnahme. Dennoch weise ich immer wieder – gebetsmühlenartig – darauf hin, in der Hoffnung, dass spätestens dann Einsicht aufkommt. Abgesehen davon gibt’s in unserer Gemeinde sowieso eine Anleinverpflichtung.

Als Hundebesitzer sollte man übrigens aus eigenem Verantwortungsbewusstsein auf die Idee kommen, gerade an Orten, die die Hunde gern besuchen, seinen Hund an die Leine zu nehmen, weil es in einer solchen Situation umso schwerer mit dem Gehorsam sein kann. Und man den Hund dann eben doch nicht unter Kontrolle hat. Wenn Einsicht nicht da ist oder Argumente nicht helfen, müssen Regelungen her. Das ist überall im Leben so und ab sofort auch bei uns, und vorsichtshalber stellen wir auch noch Schilder auf, damit dann wirklich niemand mehr sagen kann, er habe es nicht gewusst. Aus Sicherheitsgründen und Rücksichtnahme gegenüber anderen Gästen des Hundezentrums sowie unseren Nachbarn muss man seinen Hund rund um das Hundezentrum angeleint haben, wenn man hier weiterhin Zutritt haben möchte.

Leinenpflicht

Warum wir uns manchmal nicht so flexibel zeigen, wie der Hundebesitzer es gern hätte, Teil 1

Wer seinen Hund zu uns in die Pension gibt, weiß, dass er gut aufgehoben ist. Dennoch – die Trennung vom geliebten Haustier fällt nicht leicht, und so ist man froh, den Hund nach der Rückkehr aus dem Urlaub so schnell wie möglich wieder in die Arme schließen zu können.

In der Regel versuchen wir alles, um die Wünsche der Hundehalter zu erfüllen, aber wir müssen auch immer das Ganze im Blick haben: Während der Hundehalter verständlicherweise nur seinen Blickwinkel hat (sein eigener Hund kommt gern in unsere Pension und freut sich auch genauso, wenn er sein Herrchen und Frauchen wiedersieht), passiert mit jedem Neuzugang oder Abgang eine ganze Menge in der Gruppe! Hunde sind soziale Wesen, und es bilden sich sehr schnell hierarchische Gruppenstrukturen heraus. Geht ein Gruppenmitglied, werden die Karten neu gemischt und es braucht einige Zeit, bis die Gruppe wieder neu aufgestellt ist. Manche Hunde brauchen auch ihre Zeit, um sich in eine Gruppe einzufinden, manche hängen sehr eng an ihren Zweibeinern und brauchen deshalb vielleicht etwas länger, um sich auf die Spielkameraden einzulassen. Manche kommen etwas übermütig zu uns ins Hundehotel, haben Energieüberschuss oder meinen als klassisches “Einzelkind”, der Rest der Welt (beziehungsweise der Hotel-Wohngemeinschaft) müsse sich eben nach ihnen richten. Da braucht es manchmal etwas, bis sie wieder “eingenordet” sind, sprich: Die Regeln für ein harmonisches Zusammenleben in einer Gruppe verinnerlicht haben. Wem das jetzt alles sehr menschlich erscheint: Ja, die Parallelen zur Kindererziehung sind verblüffend, nicht wahr?

Wir haben aus gutem Grund unsere Mittagsruhe eingeführt, um eben der gesamten Gruppe ein bisschen Ruhe zu gönnen. Wir haben im vergangenen Jahr weiterhin die Öffnungszeit an Sonn- und Feiertagen auf den Vormittag reduziert, weil wir festgestellt haben, dass bei einem Sieben-Tage-Betrieb nicht nur wir Pensionsbetreiber damit zumindest ein bisschen zur Ruhe kommen, sondern auch unsere Langzeitgäste. Für den einzelnen Hundebesitzer bedeutet das in der Konsequenz leider, dass wir uns nicht so flexibel zeigen, wie es mancher gern hätte und die Wartezeit bis zum Wiedersehen eventuell bis zum nächsten Morgen dauert.

Wer schon einmal bei uns im Hundehotel war, weiß, dass es üblicherweise erstaunlich ruhig ist: Kein Gekläffe aus Frust oder Langeweile, kein Geheule aus Kummer. Das schätzen unsere Besucher immer sehr, und natürlich auch die Besitzer der hier untergebrachten Hunde. Das kommt aber nicht von allein, sondern weil wir die Gruppe eben so führen und zusammenstellen, wie wir es machen. Dazu gehören manchmal auch Entscheidungen, die für den Hundebesitzer, der in den meisten Fällen noch nie eine Gruppe von mehreren Hunden geführt hat, zunächst wenig nachvollziehbar sind. Selbstverständlich erklären dem jeweiligen Besitzer im Fall der Fälle natürlich auch, warum wir etwas nicht möchten, aber einige wiederkehrende “Dauerthemen” stellen wir auch an dieser Stelle sozusagen zum “ruhigen Nachlesen” vor:

Keine Unterbrechung des Aufenthalts an Wochenenden

Manchmal ergibt es sich, dass man während zweier aufeinanderfolgender Wochen unterwegs und nur am zwischendurch am Wochenende wieder zu Hause ist, da möchte man seinen Hund natürlich um sich haben. Oder am Wochenende können sich dann auch andere Familienmitglieder um den Hund kümmern. Für den Hund bedeutet das aber, dass er, nachdem er sich in die Hundehotelwelt eingefunden hat, für knapp 48 Stunden herausgenommen wird, dann wieder zurückkommt und erneut seinen Platz in der Gruppe finden muss. In manchen Fällen geht das problemlos, in anderen weniger, das hängt natürlich vom betreffenden Hund ab, aber auch, wer zu der Zeit gerade in der vierbeinigen Wohngemeinschaft lebt. Wir haben viele Stammgäste und kennen die allermeisten Hunde daher sehr gut. So kommt es vor, dass wir in manchen Fällen nicht nur von einer Unterbrechung des Aufenthalts abraten, sondern auch andernfalls ablehnen, vor allem während der Ferienzeiten, wenn durch die Hochsaison eh schon ziemlich viel in der Gruppe los ist. Wer nun denkt, dass es uns um das Geld für die zwei Wochenendtage geht: Da wir in den Ferienzeiten immer weniger Betreuungsplätze als Anfragen haben, könnten wir den freiwerdenden Platz locker anderweitig vergeben.

Warum tun wir das also? Seien Sie versichert: Weil wir möchten, dass es allen Hunden gut geht – Ihrem Hund und allen anderen, die hier sind, ebenfalls. Wir betreiben die Pension seit 2009, in all den Jahren haben wir ganz viel Erfahrung gesammelt und wissen in den allermeisten Fällen auch, was das Richtige ist. Und in den meisten Fällen lautet das: Keine Unterbrechung.

Vielleicht haben wir mit diesen Hintergrundinformationen etwas Einblick geben können. Bei Fragen stehen wir selbstverständlich auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung!

Hunde(Halter)hassen leicht gemacht!

Die vergangene Woche hatte für mich vieles, um zum Hundehasser – oder korrekt formuliert – zum Hundehalterhasser zu werden! Es begann mit einer Hundeausstellung bei uns in der Region; wir waren nur kurz dort und wollten anschließend noch auf einen Kaffee in die Ortsmitte. Entsetzt stellten wir fest, dass in einem Kilometer Umkreis zur Ausstellungshalle jede Häuserecke angepinkelt war! Am Nachmittag beim Besuch des Markt-Sonntags in Geisenfeld gleich das nächste Ärgernis: Hunde mitten im Gedränge der Menschen – mir ist ja immer noch nicht klar, warum manche Hundehalter meinen, ihren Hund zu solchen Veranstaltungen oder auch auf Christkindlmärkte mitschleppen zu müssen!

Der eine Hund war vollkommen überfordert und sprang wild kläffend immer wieder nach rechts und links, ein anderer verhielt sich dagegen auffällig ruhig – was wohl an dem Stachelhalsband lag, das man ihm um den Hals gelegt hatte. Und bevor jetzt jemand denkt, „Ach, die Klemz schon wieder, so ein Halsband ist gar nicht so schlimm, wenn man damit umgehen kann!“: Es war viel zu klein und hat permanent „gekrallt“. Da kann mir keiner erzählen, dass diese Hundehalterin den Hund tierschutzgerecht geführt hat.

Tags darauf erzählte mir Tina Branz, Besitzerin von drei Hunden und selbst auch Jägerin, dass in ihrem Revier in diesen Tagen wieder ein Reh zu Tode gekommen war – offensichtlich von einem Hund gerissen. Erst kürzlich hätte sie zwei Spaziergängerinnen gebeten, ihren Golden Retriever an die Leine zu nehmen, der gerade hinter einem aufgesprungenen Reh her gehetzt war – und erntete nur verständnislose Blicke, frei nach dem Motto: „Ach, so eine kleine Hatz hat noch keinem geschadet!“ Egal, ob der Hund zu langsam ist, um das Wild zu erwischen – so ein Reh hat Todesangst, wenn es gejagt wird, bricht manchmal einfach völlig entkräftet zusammen oder verendet aufgrund der Panik in einem Zaun. Ja, es ist richtig, dass
der Hund „nur“ seinem Jagdinstinkt nachgeht und damit ein ganz natürliches Verhalten zeigt, aber vor allem ist es rücksichtslos seitens des Hundehalters, seinen Hund frei laufen zu lassen. Tierliebe sollte nicht beim eigenen Haustier aufhören!

Ehrlich, so ein Verhalten macht mich richtig wütend! Haben solche Menschen schlichtweg kein Hirn im Kopf? Selbst „Wiederholungstäter“ sind oft nicht einsichtig. Warum verhalten sich manche Hundehalter derart rücksichtslos gegenüber anderen Menschen, anderen Tieren oder auch fremdem Eigentum? Jägerin Branz hatte eine erstaunliche Erklärung für mich: „Ich habe das Recht dazu, also mache ich es!“ Das hat mich erst einmal sprachlos gemacht, erscheint mir aber plausibel. Solange dieser Bereich von Benimm und Anstand für Hundehalter nicht mit klaren Gesetzen, Strafen und Verordnungen gepflastert wird, bleibt das so.

Jedenfalls passt diese Einstellung hervorragend zu der Sorte Hundehalter, die sich weigern, auf dem Gassigang die Hinterlassenschaften ihres Vierbeiners zu entfernen, denn schließlich würden sie ja Hundesteuer zahlen.