Sa.,14.4.: Die Spielstunden beginnen!

Sa.,14.4.: Die Spielstunden beginnen!

Samstags, 9.00-10.00 Uhr

Der Frühlingsbeginn macht es möglich: Die Spielstunden gehen endlich wieder los! Wie bereits im Vorjahr ist für die Teilnahme nur möglich, wenn man sich vorher über den Terminkalender angemeldet hat, so stellen wir sicher, dass ausreichend Aufsichtspersonen für die teilnehmenden Vierbeiner da sind.

Bitte habt Verständnis, dass wir pro Termin nur ein kleine Zahl an Neuzugängen zulassen.

Wir wünschen uns allen viel Spaß! 

Die Spielstunde geht in die Winterpause!

Gestern hat die letzte Spielstunde in diesem Jahr stattgefunden, wetterbedingt gehen wir nun mit den Spielstunden in die Winterpause, da angesichts des matschigen Bodens die Verletzungsgefahr zu groß ist.

Voraussichtlich geht es im März/April 2018 wieder weiter, sobald der Boden wieder frostfrei und fest genug ist.

Danke an alle Teilnehmer für wieder einmal tolle Hundebegegnungen und Spieleinheiten!

Spielstunden weiterhin mit vorheriger Anmeldung!

Aus personellen Gründen müssen wir die Teilnehmerzahl an den Spielstunden im Auge behalten, daher bitten wir Euch, auch weiterhin – wie in den letzten Wochen bewährt – Euch immer vorab über unseren Terminkalender auf der Homepage anzumelden. So möchten wir gewährleisten, dass es für alle Teilnehmer eine angenehme Spielstunde wird und wir niemanden wieder wegschicken müssen. Danke für Eure Kooperation! Bei Fragen stehen wir gern zur Verfügung.

 

JEDER HUND WILL SPIELEN – ODER?!

Hunde sind äußerst soziale Wesen, und dennoch sind nicht alle gleich: Wie bei uns Menschen zeigen sich viele Hunde sehr gesellig,
während andere eher Einzelgänger sind. Vierbeiner, die etwas ländlicher wohnen und daher kaum andere Hunde beim Gassigehen treffen
oder aus Unsicherheit der Besitzer nicht mit anderen zusammengelassen werden, fühlen sich gegebenenfalls überfordert, wenn sie ihren
Urlaub in einer Hundepension verbringen sollen. Da kann die Pension noch so professionell geführt sein – auch ein menschlicher Eremit würde
sich unwohl fühlen, wenn er einen Club-Urlaub gewinnt und plötzlich auf viele, viele Menschen trifft.

Der moderne Hundehalter bekommt zum Thema Hundekontakte – dem Internet sei Dank – viele Informationen und Ratschläge serviert, und so
wächst die Nachfrage sowie auch das Angebot an Ausläufen und Spielstunden. Hier können sich Hunde so richtig austoben, sich mit Artgenossen
auseinandersetzen und sich „sozialisieren“. Für Hunde, die aus den verschiedensten Gründen im Alltag an der Leine bleiben müssen,
bietet sich dabei manchmal die einzige Möglichkeit, frei mit Artgenossen zu kommunizieren, denn inzwischen sollte sich herumgesprochen
haben, dass ein angeleinter Hund oft anders reagiert als ohne Leine (Hunde an der Leine sollten nicht zusammengelassen werden). Für sehr
draufgängerische Hunde wünschen sich manche Hundehalter, dass sie endlich einmal an einen geraten, „der ihm die Grenzen aufzeigt“.
Für eher unsichere Hunde erhofft man sich von Spielstunden und Ähnlichem, dass sie ein wenig die Scheu verlieren, und nicht zuletzt ist da
ja für die Menschen auch noch der soziale Aspekt, ein wenig Zeit mit Gleichgesinnten verbringen zu können und über die Hunde im Allgemeinen
und seinen eigenen im Speziellen sprechen zu können. So kommen also eine Reihe an Wünschen und Erwartungen zusammen, die hoffentlich
fachlich kompetent angeleitet werden. Bei freien Hundeausläufen, z. B. in Parks, ist das eher weniger der Fall: Oft treffen hier Hundehalter
mit ganz unterschiedlichen Erziehungsansichten aufeinander, und was für den einen noch nach Spiel aussieht, ist wohl doch eher Pöbelei
und Machtdemonstration. Hunde frei nach dem Motto „die regeln das schon“ sich selbst zu überlassen, kann schnell problematisch werden.
Ständig von außen einzugreifen ist ebenfalls kontraproduktiv. Selbst mit den Spielstunden mancher Hundeschulen steht es nicht immer zum Besten, denn auch der erfahrenste Trainer kann – wenn er ehrlich zu sich und anderen ist – nur eine begrenzte Menge an Hunden kompetent beaufsichtigen. Zweifellos ist es ein Unterschied, ob es sich um eine relativ stabile Gruppe handelt oder jedes Mal neue Vierbeiner dabei sind, aber wenn der Trainer mehr Zeit mit Plaudereien, Kaffeetrinken und Rauchen verbringt, ist der bisweilen zu hörende Vorwurf des „Kaffeekränzchens“ sicher nicht ganz von der Hand zu weisen.

Auch in unserer Hundeschule gibt es seit vielen Jahren eine Spielstunde, aber es ist uns wichtig, dass die Hunde Raum zur Kommunikation haben.
Wir möchten, dass sie sich austauschen können und dabei gern auch ausgelassen spielen, aber wir lassen die Hunde nicht wild und unkontrolliert
herumrennen, und Mobbing wird nicht toleriert!
Im Laufe der Zeit hat sich unsere Einstellung zu solchen Zusammenkünften auch ein wenig geändert, und in einigen Fällen halte ich es inzwischen für viel sinnvoller, den Hund lieber mal in die Hundetagesstätte zu geben als in die reguläre Spielgruppe. Da bleibt ausreichend Zeit, ihn stressfrei mit ausgewählten Artgenossen zusammenzulassen. Auf so eine Spielstunde haben sich Zwei- und Vierbeiner schon die ganze Woche gefreut, und es geht viel lebhafter als im Tagesstätten- Alltag zu. Manchmal haben wir auch eine Spielstunde für Kleinhunde, in die schüchterne oder körperlich eingeschränkte große Hunde theoretisch integriert werden könnten, aber oft möchten hier die Besitzer nur kleine Hunde miteinander spielen sehen – was aus ihrer Perspektive sicher auch nachzuvollziehen ist.

Viel ist manchmal eben zu viel, daher empfehle ich, wenn mein Hund mehr Kontakt mit Artgenossen haben soll, gut zu beobachten, was für ihn das Angemessene sein könnte.

Manuela Klemz

Dieser Text ist in ähnlicher Form erschienen in meiner Citicon-Kolumne, Ausgabe Nr. 58. Auch online nachzulesen unter  http://issuu.com/citicon/

 

Citicon-Kolumne 58