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Jetzt ist Floh- und Erkältungszeit: Vorsorgepflicht für die Kunden in Hundeschule und Pension

Zwar ist die schlimmste Zeit mit den Zecken nun vorbei, aber andere Plagegeister sind zu dieser Zeit sehr aktiv: Die Flöhe.

Vielen Hundehaltern ist gar nicht bewusst, dass beispielsweise mit den herumlaufenden Igeln auch ihr Hund sehr leicht in Kontakt mit Flöhen kommen kann. Veterinärämter verlangt von Hundeschulen und -pensionen, dass die dort anwesenden Hunde eine Vorsorge erhalten (fragen Sie im Bedarfsfall Ihren Tierarzt oder Tierheilpraktiker, was das Richtige für Ihren Vierbeiner ist).

Außerdem ist Erkältungszeit, und auch hier sollten Hunde beispielsweise durch die Parainfluenzaimpfung abwehrbereiter gemacht werden, andererseits dürfen erkrankte Tiere natürlich nicht mit Anderen zusammen gelassen werden. Auch das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme erfordert, dass dort, wo viele Lebewesen zusammenkommen, eine Ansteckung von Anderen vermieden wird. Alles Dinge, die logisch klingen und selbstverständlich sein sollten, aber leider sehen wir ja auch in Büros oder Kindergärten, dass nicht jeder Rücksicht auf Andere nimmt. 

Als behördlich genehmigter Betrieb sehen wir uns nicht nur aufgrund der Auflagen, sondern auch mit Blick auf die Gesamtheit aller hier bei uns zusammentreffenden Tiere in der Verantwortung, in aller Deutlichkeit auf das Thema hinzuweisen, so unangenehm es auch ist – aber zum Leben gehören eben auch Pflichten. Offenbar scheint es trotz aller Informationsgespräche und Hinweise immer mal in Vergessenheit zu geraten, daher erinnern wir eben in schönster Regelmäßigkeit daran – denn unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass wir unsererseits alles Erdenkliche tun, um Ihre Vierbeiner zu schützen. Andere Hundeschulen und -pensionen mögen das anders sehen (hörte ich doch kürzlich tatsächlich den Ausspruch “…das ist ja normal, dass ich von dort mal einen Floh mitgebracht habe!”) – wir nehmen das nicht auf die leichte Schulter. Kunden, die der Vorsorgepflicht bewusst nicht nachkommen, müssen damit rechnen, dass Ihr Hund von unserer Hundeschule und -pension ausgeschlossen wird. Mal ganz deutlich gesagt, denn offenbar scheint das notwendig zu sein…leider!

In diesem Zusammenhang ein großes Dankeschön an die vielen langjährigen Stammkunden, die sich an die (leider notwendigen) Regeln halten!

Jetzt ist Erkältungszeit – auch für Hunde!

Wie jedes Jahr um diese Zeit häufen sich nun wieder die Fälle, in denen unsere Vierbeiner mit einer Erkältung zu kämpfen haben, denn nicht nur wir Menschen, auch unsere Vierbeiner können sich leicht mit Viren und Bakterien anstecken. Der ein oder andere Hundebesitzer wird den Begriff “Zwingerhusten” schon einmal gehört haben, wobei der Name missverständlich ist, denn auch bei einer Hundehaltung ohne Zwinger, sondern in hübschen, geheizten Zimmern, wie sie bei uns üblich ist, können sich Hunde bei infizierten Artgenossen anstecken. Diese Atemwegserkrankungen machen den Vierbeinern mitunter sehr zu schaffen, teilweise haben sie dann einen stark “bellenden” und trockenen Husten, der über mehrere Wochen anhalten kann.

Wie bei uns Menschen werden die Erreger werden als Tröpfcheninfektion übertragen, theoretisch kann sich der Hund also fast überall anstecken, wo er in Kontakt mit anderen Hunden kommt, bei Spaziergängen mit anderen Hunden, aber natürlich auch in der Hundeschule oder bei einem Aufenthalt in der Tierpension.

Aus langjähriger Erfahrung haben wir gelernt, dass eine Impfung zwar keinen 100 %-igen Schutz bieten kann, in der Regel aber geimpfte Tiere eine viel bessere Abwehrfähigkeit besitzen. Auch verlaufen Erkrankungen, die nun einmal wie bei uns Menschen nicht immer vermieden werden können, in der Regel milder.

Aus diesem Grund machen wir eine Impfung gegen Parainfluenza (“Zwingerhusten”) in der Erkältungssaison (November bis etwa März) mit Rücksicht auf die Gesamtheit der betreuten Hundegruppe zur Aufnahmebedingung, zusätzlich zu den behördlich auferlegten, vorgeschriebenen Impfungen.

Wir respektieren die Bedenken mancher Hundebesitzer gegenüber Impfungen, gleichwohl weisen wir auf die vergleichbare Situation bei Kindergärten und der dort diskutierten Impfpflicht hin. Bei einer generellen Ablehnung von Schutzimpfungen ist es sicher sinnvoller, eine Einzel-Betreuung zu wählen, bzw. wird eine behördlich genehmigte Hundepension ungeimpfte Hunde grundsätzlich nicht aufnehmen können.

Wir denken, dass die Mehrheit der Hundehalter aber unsere Vorgehensweise und die damit verbundene Fürsorge nachvollziehen kann.

Bei Fragen zur Parainfluenza-Impfung, möglichen Nebenwirkungen und Risiken für Ihren Hund steht Ihnen der Tierarzt Ihres Vertrauens sicher gern zur Verfügung.

Bitte berücksichtigen Sie die PI-Impfung bei Buchungen in unserer Pension.